Amnesty International Gruppe Schwerin

Impressum | Login

Gruppe Schwerin

StartseiteVerlauf

Aktueller Rückblick:
Unter anderem im Briefmarathons 2014 hat sich amnesty international für Moses Akatugba eingesetzt. Im November 2005 war Moses Akatugba als gerade einmal 16-Jähriger von der nigerianischen Armee festgenommen worden, weil er angeblich drei Handys gestohlen haben soll. Im Gefängnis zwangen ihn Soldaten unter massiver Folter dazu, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013 wurde Moses Akatugba dann zum Tode verurteilt. Jetzt wurde er dank des Einsatzes von Amnesty International begnadigt und wird aus der Haft entlassen.

Moses Akatugba bedankte sich heute Morgen bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern: "Ich bin überwältigt. Ich danke Amnesty International und seinen Aktivistinnen und Aktivisten für die große Unterstützung, die mir geholfen hat, aus dieser Situation gestärkt hervorzugehen. In meinen Augen sind die Mitglieder und Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty International Heldinnen und Helden. Ich verspreche, dass ich mich für die Menschenrechte einsetzen und anderen helfen werde."

Wieder ein Beispiel dafür, dass der Einsatz für die Menschenrechte sich lohnt - und dafür, dass der Kampf für Menschenrechte weiter Ihre Unterstützung braucht!

Dokumentation erfolgreicher Eilaktionen des Jahres 2016, pdf

Briefmarathon 2018

Der diesjährige Briefmarathon läuft vom 29. November bis 23. Dezember. Nähere Informationen dazu hier.


Die Künstlerin Liu Xia, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, ist aus China ausgereist und in Deutschland angekommen.

Patrick Poon, China-Experte bei Amnesty International, zu den aktuellen Entwicklungen: "Es ist großartig, dass Liu Xia endlich frei ist und ihre Verfolgung und rechtswidrige Festsetzung durch die chinesischen Behörden ein Ende hat – fast ein Jahr nachdem Liu Xiaobo unter unwürdigen Umständen viel zu früh starb. Liu Xia hat ihrem zu Unrecht inhaftierten verstorbenen Ehemann immer zur Seite gestanden und den Schikanen der chinesischen Behörden getrotzt. Obwohl die chinesischen Behörden versucht haben, sie zum Schweigen zu bringen, hat sie sich unermüdlich für die Menschenrechte eingesetzt."

Zum Hintergrund: Liu Xia wurde rechtswidrig unter Hausarrest gestellt, nachdem ihr zu diesem Zeitpunkt inhaftierter Ehemann, der Schriftsteller Liu Xiaobo im Jahr 2010 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Auch nach seinem Tod im Juli 2017 wurde Liu Xia weiter von Angehörigen der Staatssicherheit streng überwacht. Selbst ihre engsten Freunde konnten sie nur mit Einschränkungen telefonisch erreichen.

Wir bedanken uns bei allen, die sich bspw. über die Eilaktionen von amnesty international für Liu Xia eingesetzt haben!


Briefe gegen das Vergessen für den Monat Dezember 2018


Bitte beachten Sie auch die urgent actions, mit denen in besonders eilbedürftigen Fällen gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert wird!

Iran: Zeynab Jalalian

Dezember 2018 Die iranischen Behörden verweigern der iranisch-kurdischen Gefangenen Zeynab Jalalian vorsätzlich eine fachärztliche Behandlung, obwohl sich ihr Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert. Dieses Vorgehen kommt Folter gleich. Zeynab Jalalian wird im Gefängnis von Choy in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan festgehalten. Sie leidet unter anderem an einer Herzkrankheit und einer schwerwiegenden Zahninfektion. Außerdem läuft sie Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren. Amnesty International hat sich seit 2014 mehrfach mit Eilaktionen für Zeynab Jalalian eingesetzt. Die iranischen Behörden wollen ihr die dringend notwendige medizinische Behandlung nur gewähren, wenn sie im Fernsehen „Geständnisse“ ablegt. Am 11. Juni 2018 schrieb sie in einem Brief: „Ich werde gezwungen, unglaubliche Schmerzen auszuhalten. Als politische Gefangene habe ich keine Rechte. Die Behörden erlauben mir nicht, einen Arzt zu sehen, aber sie haben die Medien angelogen und behauptet, ich wäre ärztlich behandelt worden.“ Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

Kasachstan: Maks Bokaev

Dezember 2018 Ende April und Anfang Mai 2016 fanden in ganz Kasachstan Demonstrationen gegen die geplanten Änderungen des Bodengesetzes statt. Im Zusammenhang mit diesen Protesten wurden Maks Bokaev und Talgat Ayan festgenommen. Aufgrund ihrer Beteiligung an der Organisation friedlicher Demonstrationen und ihrer Veröffentlichungen in sozialen Medien verurteilte ein Gericht sie im Februar 2017 zu fünf Jahren Haft.Talgat Ayan kam am 28. April frei, Maks Bokaev befindet sich jedoch nach wie vor in der Strafkolonie Petropawlowsk im Norden Kasachstans. Maks Bokaev leidet seit fünf Jahren an Hepatitis C. Vor seiner Festnahme befand er sich auf dem Weg der Besserung, seit seiner Inhaftierung hatte sich sein Gesundheitszustand jedoch wieder erheblich verschlechtert. Im August 2017 wurde er für zwei Wochen in eine andere Strafkolonie verlegt, wo die Behandlung von Hepatitis C möglich war. Zudem erhielten Angehörige des Nationalen Präventionsmechanismus (NPM) zum Schutz vor Folter im April 2018 die Erlaubnis, ihn in einem Gefängniskrankenhaus zu besuchen, in das er verlegt worden war. Dort wurde Maks Bokaev mehreren Untersuchungen unterzogen, und er selbst bezeichnet seinen Zustand als „okay“, obwohl er nach wie vor gesundheitliche Beschwerden hat. Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

Bangladesh: Kalpana Chakma

Dezember 2018 Kalpana Chakma war Koordinatorin der Organisation Hill Women's Federation, die sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung in der Region Chittagong Hill Tracts einsetzt. Sie wurde in den frühen Morgenstunden des 12. Juni 1996 aus dem Haus ihrer Familie im Dorf Lallyagona im Bezirk Rangamati entführt. Die damals 23-Jährige ist seitdem nie mehr gesehen worden. Die Brüder von Kalpana Chakma nannten in ihrer Anzeige bei der Polizei drei Personen als Verdächtige: einen Armeeangehörigen und zwei Mitglieder einer paramilitärischen Gruppe. 2016 beantragte die Polizei, den Fall zu schließen. Die Entscheidung darüber hat das Gericht in Rangamati immer wieder vertagt. Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

Bitte dran denken: Die Petitionen sollen grundsätzlich in Kopie an die jeweilige Botschaft in Berlin geschickt werden.

Das Inlandsporto für einen Standardbrief beträgt seit dem 1. Januar 2016 70 Cent, das Auslandsporto 90 Cent.

'Hier finden Sie IMMER die aktuellen "Briefe gegen das Vergessen" und die entsprechenden Musterbriefe bei amnesty.de.'

Petitionen