Amnesty International Gruppe Schwerin

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Aktueller Rückblick:
Unter anderem im Briefmarathons 2014 hat sich amnesty international für Moses Akatugba eingesetzt. Im November 2005 war Moses Akatugba als gerade einmal 16-Jähriger von der nigerianischen Armee festgenommen worden, weil er angeblich drei Handys gestohlen haben soll. Im Gefängnis zwangen ihn Soldaten unter massiver Folter dazu, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013 wurde Moses Akatugba dann zum Tode verurteilt. Jetzt wurde er dank des Einsatzes von Amnesty International begnadigt und wird aus der Haft entlassen.

Moses Akatugba bedankte sich heute Morgen bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern:

"Ich bin überwältigt. Ich danke Amnesty International und seinen Aktivistinnen und Aktivisten für die große Unterstützung, die mir geholfen hat, aus dieser Situation gestärkt hervorzugehen. In meinen Augen sind die Mitglieder und Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty International Heldinnen und Helden. Ich verspreche, dass ich mich für die Menschenrechte einsetzen und anderen helfen werde."

Wieder ein Beispiel dafür, dass der Einsatz für die Menschenrechte sich lohnt - und dafür, dass der Kampf für Menschenrechte weiter Ihre Unterstützung braucht!

Dokumentation erfolgreicher Eilaktionen des Jahres 2016, pdf


Online-Petition für Liu Xia


Liu Xia, die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, hat in einem kürzlich aufgezeichneten Telefongespräch ununterbrochen geweint und unter Tränen gesagt, sie wolle so nicht weiterleben. Nachdem sie von den chinesischen Behörden wiederholt leere Versprechungen erhalten hat, China verlassen zu dürfen, wurde bei ihr eine klinische Depression diagnostiziert. Somit besteht Anlass zur ernsthaften Sorge um die Gesundheit von Liu Xia.

Nähere Infos: Am 8. April führte Liu Xia ein siebenminütiges Telefongespräch mit dem in Deutschland im Exil lebenden Dichter und Schriftsteller Liao Yiwu. Darin gab sie zu verstehen, dass sie nicht mehr weiterleben wolle, wenn die chinesische Regierung ihr nicht die Ausreise aus China erlaube. Unter Tränen sagte sie im Gespräch: „Ich habe jetzt nichts mehr, vor dem ich Angst haben muss. Wenn ich hier nicht weg kann, dann werde ich Zuhause sterben. Jetzt, wo Xiaobo tot ist, gibt es für mich nichts mehr, für das es sich zu leben lohnt. Sterben ist leichter als leben. Es ist für mich das Leichteste der Welt, mit meinem Tod ein letztes Mal Widerstand zu leisten“.

Liao Yiwu hat nicht nur die Aufzeichnung des Telefongesprächs veröffentlicht, sondern auch einen Artikel geschrieben, den er am 2. Mai 2018 auf der US-amerikanischen Menschenrechts-Website China Change (chinachange.org) veröffentlichte. Darin enthüllt er, dass Liu Xia von den chinesischen Behörden wiederholt versprochen wurde, sie erhalte die Erlaubnis, China zu verlassen und könne ihre klinische Depression behandeln lassen.

Als ihr inzwischen verstorbener Ehemann Liu Xiaobo im Jahr 2010 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, war Liu Xia rechtswidrig unter Hausarrest gestellt worden. Sie ist seit seinem Tod am 13. Juli 2017 vielen Einschränkungen und der Überwachung ausgesetzt.

Amnesty fordert: Setzen Sie bitte dem unrechtmäßigen Hausarrest und der Überwachung von Liu Xia ein Ende. Beenden Sie auch die Schikane gegen sie und erlauben Sie ihr, sich frei zu bewegen.Ergreifen Sie bitte wirksame Maßnahmen, um sicherzustellen, dass alle Menschenrechtsverteidiger_innen, darunter auch Liu Xia, sowie deren Familien ihre friedlichen Aktivitäten ohne Angst vor Schikane, Einschüchterung, willkürlicher Festnahme oder Inhaftierung ausüben können, so wie es in der UN-Erklärung über Menschenrechtsverteidiger_innen verbrieft ist.Ergreifen Sie bitte wirksame Maßnahmen um sicherzustellen, dass das Recht auf Meinungsfreiheit gewährleistet ist, wie es die chinesischen Verfassungsgarantien und auch der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte vorsehen. Letzterer wurde von China mit dem Vorsatz der baldigen Ratifizierung unterzeichnet.

Appelle per Post, Fax oder Online-Appell auf Einsatz für Liu Xia!


Briefe gegen das Vergessen für den Monat Juni 2018


Bitte beachten Sie auch die urgent actions, mit denen in besonders eilbedürftigen Fällen gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert wird!

RUSSISCHE FÖDERATION: OLEG SENZOW UND ALEXANDR KOLCHENKO

Juni 2018 Der Filmregisseur Oleg Senzow (Sentsov) und der Aktivist Alexandr Kolchenko sind ukrainische Staatsbürger und waren 2014 von Angehörigen des russischen Geheimdienstes (FSB) auf der besetzten Krim festgenommen worden. Am 25. August 2015 wurden sie in einem unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht zu 20 bzw. 10 Jahren Haft verurteilt. Sie hatten an friedlichen Demonstrationen gegen die russische Besetzung der Krim teilgenommen und wurden deshalb wegen „terroristischer Aktivitäten“ angeklagt. Die beiden Männer leisten ihre Strafe unter harten Bedingungen in einem Arbeitslager ab. Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

MEXIKO: JOSÉ ADRIÁN

Juni 2018 Der 14-jährige José Adrián gehört der indigenen Gemeinschaft der Maya an und lebt im Bundesstaat Yucatán. Am 25. Februar 2016 war er gegen 21 Uhr auf dem Nachhauseweg, als sich in der Nähe mehrere Jungen prügelten. Als die Polizei eintraf, warfen Unbekannte mit Steinen und beschädigten den Streifenwagen. Als José Adrián an der Stelle vorbeikam, wurde er festgenommen und dabei gegen das Polizeiauto geschleudert. Im Polizeiwagen trat einer der Beamten gegen seinen Kopf und verletzte ihn. Laut Polizeibericht wurde er wegen Vandalismus und Beschädigung des Polizeiwagens festgenommen. José Adrián wurde in eine Hafteinrichtung der Stadt Chemax gebracht. Er wurde an Handschellen aufgehängt und schließlich zu einem Geständnis gezwungen. Als die Eltern in einer Erklärung zusagten, für den Schaden am Polizeiwagen aufzukommen und eine Geldstrafe zu zahlen, kam José Adrián frei. Die Familie reichte eine Beschwerde bei der Menschenrechtskommission von Yucatán (CODHEY) ein. Aber auch zwei Jahre nach dem Vorfall ist noch niemand zur Rechenschaft gezogen worden. Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

ANGOLA: RAFAEL MARQUES DE MORAIS

Juni 2018 Rafael Marques de Morais wurde im Juni 2017 wegen „Verleumdung einer öffentlichen Behörde“ und „Beleidigung einer souveränen Institution“ angeklagt und steht nun vor Gericht. Der investigative Journalist und Menschenrechtsverteidiger wird bereits seit langem von den angolanischen Behörden strafrechtlich verfolgt, die ihn damit von seiner Berichterstattung und Menschenrechtsarbeit abbringen wollen. Zuletzt wurde er 2015 wegen eines 2011 erschienenen Buches verurteilt, in dem er mehrere Generäle und zwei private Bergbauunternehmen mit Menschenrechtsverletzungen in den Diamantenfeldern der Provinz Lunda in Verbindung gebracht hatte. Auch die jüngsten Anklagen wurden im Zusammenhang mit seiner Arbeit erhoben: wegen eines Artikels, den er auf seiner Website „Maka Angola“ veröffentlicht hatte. Darin ging es um den fragwürdigen Erwerb von Land durch den angolanischen Generalstaatsanwalt. Im Falle einer Verurteilung drohen Rafael Marques de Morais bis zu drei Jahre Haft. Weitere Infos, Musterbrief als pdf sowie online-Petition

Bitte dran denken: Die Petitionen sollen grundsätzlich in Kopie an die jeweilige Botschaft in Berlin geschickt werden.

Das Inlandsporto für einen Standardbrief beträgt seit dem 1. Januar 2016 70 Cent, das Auslandsporto 90 Cent.

'Hier finden Sie IMMER die aktuellen "Briefe gegen das Vergessen" und die entsprechenden Musterbriefe bei amnesty.de.'

Petitionen